Daisy’s Schnellzug

Crazy Daisy hat wieder zugeschlagen. Die neueste Kreation ist ein mit der norwegischen „Voss KVEIK Hefe“ vergorenes Pale Ale. Ein Farmhouse Ale genau gesagt. Seinen Namen „Schnellzug“ bezieht das Ale aus der ungeheuer schnellen Vergärung.
Bei 35 °C war die Vergärung bereits nach 25 Stunden beendet.

Die Schüttung bestand zu 95% aus Pale Ale Malt, die restlichen 5% steuert das CaraHell bei. Gewürzt wurde das ganze mit Amarillo und Mosaic-Hopfen.

Sud Nr.: #105
Bierstil: Farmhouse Ale
Braudatum: 01.03.2024
Abfülldatum: 06.03.2024
Stammwürze: 12,4°P
Alkoholgehalt: ca. 5,7 Vol.-%
Farbe: trübes Bernstein
Geschmack: fruchtig Maracuja, tropische Noten, präsente Bittere im Abgang. Angenehmes Mundgefühl
Hopfen: Amarillo, Mosaic
Malz: Pale Ale Malt, CaraHell
Hefe: Voss Kveik , obergärig
Zutaten: keine

Frühlingsweizen

Hopfiges Frühlings- und Sommerweizen für Hopheads

Erfrischendes Weizen mit klassischer bayerischer Weißbierhefe, aber spielerisch hopfengestopft mit der modernen Hopfenzüchtung Hallertauer Blanc, die die typisch fruchtig bananigen Aromen noch um Stachelbeere, Grapefruit und blumige Noten ergänzt.

Herausgekommen ist sicherlich kein Weizen für den Genießer, der ein Weizen erwartet – obwohl es alle Zutaten dafür enthält und nach unserem „normalen“ Weizenrezept eingebraut wurde.

Das Weizen für die wärmere Jahreshälfte überraschen mit einem spritzigen Geschmack und deutlichen Hopfenbittere – Weizen untypisch. Auch die Co-Brauerin fremdelt noch ein wenig damit.

Gewürzt wurde das Bierchen mit dem Hopfen „Hallertauer Blanc“ sowohl als Bitter- und Aromagabe als auch später beim Hopfenstopfen. Letzteres ist ebenfalls Stil untypisch für ein klassisches Hefeweizen.

Vergoren wurde der Sud mit der flüssigen Weißbierhefe „WYEAST 3638 Bavarian Wheat“

Sud Nr.: #103
Bierstil: Weizen
Braudatum: 18.02.2024
Abfülldatum: 25.02.2024
Stammwürze: 11,6°P
Alkoholgehalt: ca. 5,3 Vol.-%
Farbe: trübes helles Bernstein
Geschmack: spritzig, frucktig, knackige Bittere im Abgang
Hopfen: Hallertau Blanc
Malz: Wweizen Malz, Pale Ale Malt, CaraHell
Hefe: WYEAST 3638 Bavarian Wheat , obergärig
Zutaten: keine

Lütte Brueri Ressourcenplanung

The sky is the limit!?

Es ist schon ein Kreuz. Die Motivation zu brauen ist hoch. Ziemlich hoch. Die Kapazitäten im Bereich des Sudkessels und Läuterbottichs überschaubar. Theoretisch können wir 2 Sude pro Tag brauen. Das reicht für den kleinen Durst locker aus. Die Grainfather Malzrohranlage ist im Stande 30 Liter Würze zu kochen. Je nach Rezept gelangen später dann 20 bis 26 Liter in den Flaschen.

Brauanlage

Der Gärkeller ist mit einer Kapazität von rund 75 Litern sehr gut aufgestellt und hat die Grenze des verfügbaren Platzes längst erreicht.

Fermenter

Während der Brauvorgang circa 6-7 Stunden in Anspruch nimmt und der Gärvorgang nach 5 bis 14 Tagen (obergärig) abgeschlossen ist, benötigt die kalte Reifung bei 2 Grad im Anschluss an ca. 10-14 Tagen warmer Nachgärung in der Regel weitere 4 Wochen; bei untergärigen Bieren gerne länger. Das ist das Bottleneck unserer kleinen Brauerei. Deshalb habe ich im letzten Jahr einen normalen Kühlschrank durch einen Gastro-Lagerkühlschrank ersetzt. Ein echtes Monstrum, in dem wir bis zu 4 Sude oder je nach Flaschengröße 90 Liter lagern und reifen lassen können. Das entspricht 9 Kisten oder deutlich mehr in Einzelflaschen, wobei das untere Fach für die Hopfen- und Hefelagerung vorgesehen ist.

Lagerkühlschrank

Das Bottleneck bleibt die Kühlung trotzdem – ideal wäre eine vernünftige Kühlzelle, über die ich aber nicht verfüge. 😉
Um hier nicht immer wieder in Schwierigkeiten zu kommen, hatte ich den Gedanken, eine Art Projektplanung auf EXCEL-Basis zu entwickeln. Meine dann doch recht bescheidenen Kenntnisse in diesem Bereich führten mich zwar auf den rechten Pfad, aber nicht zum gewünschten Ergebnis. Professionelle Begleitung musste her. Die fand ich nach langer Suche in Bayern, genauer gesagt in Oberdorf, dem Epizentrum der deutschen Brauindustrie. Die Kapazitäten dort ansässige One-Woman-Show sind zwar oft ausgebucht, aber man gibt sich 24/7 alle Mühe, die Belange der Kundschaft zu erfüllen. 5 Sterne!

Gemeinsam haben wir dann das „Brauerei-Planungstool“ entwickelt. Taggenau werden hier die 4 Prozesse „Brauen“, „Hauptgärung“, „Nachgärung“, „Reifen“ optisch auf einem dynamischen Zeitstrahl dargestellt.

Die geplanten Zeiträume orientieren sich dabei an pro Bier hinterlegen Stammdaten. Dadurch ist es jederzeit möglich, die freien oder belegten Ressourcen unserer Brauerei zu planen und flexibel anzupassen, wenn ein Vorgang mal kürzer oder länger als geplant dauern sollte.

Sehr cool!

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